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Ein (verspätetes) SmartGlass for iOS Review

Nachdem Microsoft vor einiger Zeit die SmartGlass Funktionalität nach der Veröffentlichung der Windows Phone- und Android-Apps auch auf Apples iOS Geräten zur Verfügung stellte, kribbelte es mir in den Fingern, das auszuprobieren. Ich musste jedoch damit warten, bis mein Haushalt heute wieder mit dem WWW verbunden wurde.

Um mich für die lange Wartezeit zu entschuldigen, findet ihr im Folgenden einen ausführlichen Bericht über die App auf dem iPhone und auch auf dem iPad!

Ich werde diesen Artikel während des Testes schreiben, und ich bin ziemlich interessiert. Ich steige also ohne Umschweife ein:

1. Installation

… ist eigentlich nicht der Rede wert, da sie sich als Applikationsdownload aus dem Appstore automatisch ausführt. Es gilt also -> App Store -> SmartGlass -> Installieren.

2. Geräte verbinden

Um die Xbox mit eurem Gerät zu verbinden, schaltet beide Geräte ein und startet die App auf dem iDevice eurer Wahl. Man wird nun aufgefordert, seinen Xbox Live (XBL) Account zu hinterlegen, und nach dem Login und einem ersten Begrüßungsbildschirm, werdet ihr gebeten, die Xbox jetzt zu pairen. Stellt dazu vorher sicher, dass ihr unter System -> Konsoleneinstellungen -> Verbundene Geräte das Pairing erlaubt.

Ein erfolgreiches Pairing wird auf eurem Fernseher angezeigt.

3. Die App

Das Menü der App ist sowohl auf dem iPad als auch dem iPhone farblich und stilistisch dem der Xbox nachempfunden, jedoch trumpft das iPad sofort auf: Das weitaus größere Display nutzt Microsoft, um die vom Xbox Dashboard (bzw. von allen aktuellen Interfaces aus Redmond, um genau zu sein) bekannten Kacheln nachzubilden. Man fühlt sich also direkt heimisch und kann loslegen. Das Hauptmenü ist unterteilt in die Punkte “Startseite”, “Social” “Neueste” sowie “Entdecken”. Mit einem Wisch nach rechts erreicht man außerdem die Bing Suche für XBL Inhalte.

Startseite

Unter “Startseite” befinden sich die zuletzt verwendeten Apps, also z.B. Video oder Musik. Ein Tap darauf öffnet die entsprechende App auf der Xbox. Ihr könnt nun in den Remote-Modus der App wechseln, um die Xbox zu steuern. Dazu später mehr.

Social

Der Punkt Social ist genau, was ihr erwartet: Hinter diesem Menüpunkt befindet sich eine Liste eurer XBL Freunde mitsamt GamerScore. Außerdem seht ihr, wann die Spielgefährten das letzte Mal eingeloggt waren und was ihre letzte Aktivität war. Solltet ihr jemanden suchen, bietet die App am unteren Rand eine Suchfunktion. Diese Funktion wird in vielen weiteren Menüs ebenfalls angeboten. Das Social-Menü ist außerdem euer Zugang für den XBL Postverkehr. Hier können Nachrichten verfasst und gelesen werden. Unter “Signale” könnt ihr – SURPRISE! – Signale posten, also beispielsweise euren Freunden mitteilen, dass ihr gerne Assassins Creed spielen würdet. (Warum Assassins Creed? Weil es gerade ganz oben in der Liste ist und ich es im Moment häufig spiele)
Social erlaubt euch außerdem, euer Profil und das Aussehen eures XBL Avatars anzupassen – die App bietet also schon jetzt einen unglaublich hohen Funktionsumfang!

Neueste

Der dritte Menüpunkt ist eine Auflistung der zuletzt genutzten Xbox Funktionen bzw. der zuletzt gespielten Spiele, dem Zeitpunkt ihres letztens Aufrufes nach geordnet. Sollte die Liste zu lang sein, wird eine Suche angeboten.

Entdecken

Die Discoverfunktion führt zu Trailern neu veröffentlichter Filme, Spiele und Musikalben; teils meinem Geschmack nach vorbereitet. Der Clou: Die Vorschau wird auf dem Fernseher abgespielt (schließlich machen 40″ einfach mehr her als 3.5″).

4. Remote

Die Remote (Fernbedienfunktion) der App ist doch im Grunde, weshalb wir alle (also gut, im Windows-Kontext dieses Blogs: Ich) sie überhaupt herunter geladen habe(n). Die Tasten B, X und Y (Rot, Blau und Gelb) sind in den Ecken des Bildschirms untergebracht, A (Grün) wird durch einen einfachen Tap abgebildet. Auf dem iPad ist B sowohl in der oberen rechten, als auch in der oberen linken Ecken vorhanden, was die Handhabung mit 2 Händen beschleunigt.

Das Scrolling, finde ich, ist wenigstens gewöhnungsbedürftig. Die Position des Fingers wird nur durch das Hervorheben der angewählten Kachel angezeigt, man scrollt jedoch schnell an der eigentlich gewünschten Kachel vorbei oder gar nach links oder rechts aus dem Menü heraus. Nachdem ich fünf Minuten damit gespielt habe, weiß man ungefähr wie schnell es geht bzw gewöhnt sich das Scrollen mit einzelnen, kurzen Swipes an. Auf meinem iPhone ist das Scrolling eine sehr flüssige Angelegenheit, auf meinem iPad sieht das ganze schon anders aus. Ich schiebe das auf die veraltete Hardware, das gute Stück gehört zur ersten Generation.

Wird ein Textfeld angewählt, öffnet sich (löblich!) direkt eine Tastatur, das Tippen auf system-nativen Keyboards (inklusive dem geteilten für 2 Daumen) geht gut von der Hand.

Bei der Wiedergabe von Medien wird das bekannte Remote-Interface beibehalten, am unteren Rand jedoch Play / Pause / Forward / Rewind eingeblendet. Die Ausführung der Befehle erfolgt fast verzögerungsfrei, ich vermute ein schnelleres Tablet erzielt auch hier schnellere Ergebnisse.

5.Spiele

Ich kann euch zu diesem Punkt leider gar nichts erzählen, da sich noch keine der Spiele, die von SmartGlass Gebrauch machen, in meinem Besitz befinden. Die App zeigt allerdings an, welches Spiel gerade auf der Xbox läuft.

6.Zusammenfassend…

… sei gesagt, dass sich SmartGlass for iOS sehr vielseitig einsetzen lässt. Ich bewundere den Einfallsreichtum und den geschickten Nutzen der gesamten Bildschirmfläche, den Microsoft hier an den Tag gelegt hat und werde die App häufig einsetzen. Häufiger wohl auf dem iPad, da es sich durch sein Alter am ehesten dazu eignet, eine multifunktionale Fernbedienung für iTunes, Apple TV und Xbox darzustellen.

SmartGlass ist intuitiv bedienbar und verbindet auf großartige Weise die Kacheln mit dem Touchkonzept und den von Apple auferlegten Bedienkonzepten für Apps. Microsoft hat außerdem die gleichzeitige Nutzung zweier “Glasses” unterbunden, womit kleinere Ärgernisse durch Freunde unterbunden werden (siehe iTunes Remote, iTunes DJ etc).

Ich freue mich auf jeden Fall auf entspannte Abende, an denen ich meine iOS Geräte an meine Xbox anschließe und mir sagen kann – it just works!

Über den Autor

Sebastian ist Softwareingenieur und kommt daher seltenst ohne allerlei Gadgets aus. Das Lumia 920, seine neueste Spielerei, zeigt, dass man auch ohne iPhone kann.

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